Welche Blutwerte lohnen sich wirklich?
Nicht alles, was du testen kannst, solltest du auch testen. Die Basis-Liste.
Direct-to-Consumer-Bluttests bieten oft 50+ Werte. Die meisten sind Deko — entweder ohne klare Handlungskonsequenz oder unzuverlässig gemessen. Die Basis-Liste:
Immer sinnvoll
**Ferritin** (nicht nur Hämoglobin — Ferritin zeigt Eisen-Speicher). **25(OH)Vitamin D**. **TSH** (Schilddrüsen-Screening). **Großes Blutbild**. **Blutzucker-Profil** (Nüchtern-Glukose plus HbA1c). **Lipide** (LDL, HDL, Triglyceride).
Profilspezifisch
Stressed Professional / Peri-/Meno: zusätzlich **Cortisol** (mindestens 2 Messpunkte — Morgen und Abend), **DHEA-S**, **Magnesium im Vollblut**. Active Performer: zusätzlich **hs-CRP** (Entzündungs-Marker), **Kreatinkinase** bei regelmäßigem Krafttraining. Frauen in der Peri: zusätzlich **Östradiol**, **Progesteron**, **FSH** — aber zyklusphasen-abhängig, deshalb mit Ärztin abstimmen.
Was du meist nicht brauchst
Genetische Tests für Mikronährstoffe (Evidenz dünn). Ganzkörper-Entzündungs-Panels ohne klinische Symptomatik. Darm-Mikrobiom-Tests kommerziell (nicht actionable). Schwermetall-Tests ohne Expositionsverdacht.