Eisen — das unterschätzte Thema bei Erschöpfung
Warum ein normaler Hb-Wert nicht reicht, warum Ferritin der bessere Marker ist, und wann Eisen wirklich zu dir passt.
Eisenmangel ist eine der häufigsten unerkannten Ursachen für Erschöpfung, besonders bei menstruierenden Frauen. Das Tückische: Dein Hämoglobin kann noch im grünen Bereich sein, während die Speicher längst leer sind. Dann spürst du es — als Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen — aber der Blutwert zeigt nichts Auffälliges.
Der bessere Marker: Ferritin
Ferritin misst die Eisen-Speicher, nicht nur das aktuell zirkulierende Eisen. Die alten Laborgrenzen (ab 15 µg/l „normal") sind klinisch problematisch. Für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden sind Werte von 50–100 µg/l anzustreben. Frag bei deiner Ärzt:in explizit nach Ferritin — nicht nur nach Hb.
Warum Lifevia nicht einfach Eisen empfiehlt
Eisen ist kein harmloses Supplement. Bei Hämochromatose (häufiger als man denkt) ist es gefährlich. Bei bestehendem Überschuss wirkt es oxidativ. Ohne Ferritin-Wert empfehlen wir dir deshalb kein Eisen — stattdessen den Weg zur Labordiagnostik.
Wenn Eisen passt — welche Form
Eisen-Bisglycinat ist die verträglichste Form, mit geringerer Magenbelastung als klassisches Sulfat. Vitamin C verbessert die Aufnahme, Calcium und Tee blockieren sie. Nüchtern morgens, mit einem Glas Wasser und etwas Vitamin C.