Kreatin: Das meistunterschätzte Nootropikum
Wer Kreatin als Muskel-Supplement sieht, hat die Hälfte verstanden.
Kreatin ist der meistuntersuchte Wirkstoff im Sport. Über 500 Publikationen, konsistente Effekte, keine relevanten Nebenwirkungen in normalen Dosen. Was weniger bekannt ist: Kreatin wirkt auch im Gehirn.
Muskelseite
5 g täglich (kein Laden nötig) erhöht die Kreatin-Phosphat-Speicher im Muskel um 15–20 %. Das bedeutet mehr Wiederholungen bei schwerem Training, schnellere Erholung zwischen Sätzen, im Schnitt 5–10 % mehr Kraft-Output nach 4–6 Wochen.
Kognitive Seite
Neuere Studien zeigen: Kreatin verbessert kognitive Leistung besonders bei Schlafmangel, bei Stress und bei Vegetariern. Der Mechanismus ist derselbe — ATP-Resynthese — nur im Gehirn statt im Muskel. Dosis hier oft etwas höher (10 g).
Was du wissen solltest
Creapure (aus Deutschland) ist die am besten untersuchte Marke. Monohydrat ist die evidenzbasierte Form — Kre-Alkalyn oder Ethyl-Ester sind überlegene Marketing-Claims, keine überlegenen Wirkungen. Kreatin bindet etwas Wasser im Muskel — das ist kein Problem, kein Aufschwemm-Effekt.